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Online-Ausgabe der Vereinszeitschrift
61. Jahrgang · Ausgabe 5 · September / Oktober 2015

Unsere Monatsveranstaltungen
Das Archiv der Bilker Heimatfreunde erstrahlt in neuem Glanz
Der Neuanfang
Düsseldorf im Orgelfieber
Der historische Schulgarten Räuscherweg
Termine des Westdeutschen Autorenverbandes im September + Oktober
Termine im Bürgerhaus Bilk (Salzmannbau) im September + Oktober
Ludwig Hammers – der erste Oberbürgermeister Düsseldorfs
Baubeginn der Wehrhahnlinie am 28. November 2007
Der Baum lebt – Gedicht von Gabi Bremer
Vorschlag zur Namensgebung für den Platz an den Bilker Arcaden
1957: Die Linie 8 in der Hammer Straße
Die Konkordiaschule ist dabei
Buchempfehlung von Martina Biermann
Beschäftigungslos in Bilk
Veranstaltungshinweis: 25 Jahre Hermann-Harry-Schmitz-Societät
Du bis einmalisch!
„Lokalpolitik und weitere Katastrophen“
T-Shirt und Äzezupp

Redaktionsschluss für die Ausgabe Nov/Dez 2015: 16.Oktober 2015


Auf unserer Titelseite:

In dieser Ausgabe: 1957: Die Linie 8 in der Hammer Straße
Hermann Harry Schmitz und die Abgründe der Lokalpolitik
Bilker Adressen: Ludwig Hammers, der erste Oberbürgermeister Düsseldorfs





Das Archiv der Bilker Heimatfreunde
erstrahlt in neuem Glanz
von Horst Esser

Edles Ausstellungsstück:
Ein Fernrohr der Bilker Sternwarte
Foto: Jürgen Fuhrmeister

Liebe Heimatfreundinnen und Heimatfreunde, liebe Bilker,
wussten Sie, dass wir ein Heimatarchiv haben? Ich denke ja! Denn hier in der Bilker Sternwarte konnten Sie beispielsweise lesen, wie unser Archiv renoviert wurde. Dank der Mittel, die uns von der Stadtsparkasse, der BV 3 und weiteren Sponsoren zur Verfügung gestellt wurden. Ein Teil der Arbeiten konnten gegen Rechnung ausgeführt werden, aber für alles reichte das Geld nicht. So waren wir dankbar für viele Sachspenden und unzählige Arbeitsstunden von vielen Heimatfreunden, die ihre Freizeit geopfert haben, um das Archiv neu erstehen zu lassen.

So haben die Renovierungsarbeiten halt etwas länger gedauert, aber am 29. Mai 2015, nach gut drei Jahren, konnten wir das Archiv wieder eröffnen und unseren Sponsoren und Helfern an diesem Tag ein Dankeschön sagen. Am Tag darauf, dem Tag der offenen Tür, hatten dann alle Heimatfreunde und Bilker Bürger die Möglichkeit, unser renoviertes Archiv zu besuchen. Der Andrang war groß, nur hätten es ein paar mehr Mitglieder sein können.

Ich muss sagen, die viele Arbeit und Mühe hat sich gelohnt, das neue Archiv kann sich sehen lassen, was uns auch zahlreiche Besucher bestätigt haben. Durch den Erwerb von vier großen beleuchteten Glasvitrinen und zwei Schubfächerschränken zum Beispiel, ist jetzt eine optimalere Präsentation unserer Archivalien möglich. Gezeigt werden derzeit u. a. neue Belege aus dem Leben von Leo Statz.

Aus dem Leben und Schaffen des Bilker Komponisten Matieu Neumann sind Originalpartituren zu sehen. Im großen Saal, der auch für Wechselausstellungen vorgesehen ist, sind neben Bildern aus Alt-Bilk, der Firma Jagenberg, Bilder und Dokumente unserer umfangreichen Freiligrath- Sammlung zu sehen. In einem neuen Raum, der für Ausstellungszwecke bisher nicht zur Verfügung stand, ist jetzt unsere Sammlung zur Bilker Sternwarte untergebracht. Auch einige alte Schützenbilder sind zu sehen.

Präsident Erich Pliszka und Geschäftsführer Toni Feldhoff
begrüßen die Gäste zur Archiveröffnung
Foto: Jürgen Fuhrmeister

Eine Ecke dieses Raumes haben wir dem Sängerbund Bilk zur Darstellung seiner Geschichte überlassen. Der Eingangsbereich ist geschmückt mit einigen Bildern, die uns die BV 3 überlassen hat, und die die gute Zusammenarbeit zwischen der BV 3 und den Bilker Heimatfreunden dokumentiert.

Ich hoffe, ich habe Sie mit diesem Bericht auf den Geschmack gebracht, das neu renovierte Archiv einmal zu besuchen. Die Möglichkeit dazu besteht derzeit jeden Dienstag und Donnerstag von 9 bis 12 Uhr und für Gruppen eventuell auch nach separater Terminvereinbarung unter Tel.: 0211 – 308717.





Der Neuanfang
Von Ruth Riegel

Der Krieg war vorbei mit all seinem Schrecken und seinen Ängsten. Die Städte lagen in Trümmern und es begann eine Zeit des Hungerns, des Wartens, des Organisierens. Nach unserer Flucht vor den Russen erreichten wir Mitte Juni 1945 Düsseldorf. Unser Haus stand noch und auch unsere Wohnung, die während unserer Abwesenheit von einem Kriegskameraden unseres Opas gehütet und gegen eine Besetzung verteidigt worden war. Meine Mutter hatte ihn und seine Frau aus dem Keller ihres ausgebrannten Hauses herausgeholt und in unsere Wohnung aufgenommen.

In der ersten Zeit gab es Sperrstunden. Nach zehn Uhr durfte niemand das Haus verlassen und es gab nur für bestimmte Stunden am Tag Strom. Wie während des Krieges gab es auch jetzt noch Lebensmittelkarten. Nur die Zuteilungen reichten hinten bis vorne nicht. „Zum Leben zu wenig, zum Sterben zu viel“, sagte man. Wir hungerten. Vor den Geschäften bildeten sich täglich lange Schlangen. Wenn man Pech hatte und war dran, dann gab es nichts mehr. Schnell sprach es sich herum, wenn es irgendwo richtiges Brot gab. Meistens gab es nur Maisbrot und das schmeckte scheußlich.

Einmal machten wir Mädels uns auf nach Neuss. In Nievenheim sollte es Brot geben. Vom Bilker Bahnhof aus machten wir uns auf den Weg. Auf den Puffern der Waggons stehend fuhren wir über die Hammer Brücke. Sie war so beschädigt, dass wir durch die vielen Löcher den Rhein unter uns sehen konnten. Die Züge waren immer überfüllt. Viele Passagiere saßen auf dem Dach der Waggons oder standen auf den Trittbrettern. Ein Mädchen hatte mich auf der Rückfahrt vor einen herankommenden Zug geschubst. Ein Mann hat mich in letzter Minute gerettet.

Angesagt waren Hamsterfahrten zu den Bauern aufs Land. Wurde man erwischt, nahm man uns alles ab, und sogar Gefängnis stand darauf. Die Städter packten das bisschen Wertvolle, das sie über den Krieg gerettet hatten, in den Rucksack, und tauschten es ein gegen Essbares. Kleider, Schmuck, Fotoapparat und manchmal Aussteuer-Wäsche und Teppiche. Auch meine Käthe-Kruse-Puppe musste dran glauben. Es hieß: „Die Bauern haben die Perserteppiche im Schweinestall liegen.“ Selbst gesehen habe ich das aber nicht.

Mein Vater hatte ein Paddelboot organisiert. Mit dem konnten wir die gehamsterten Lebensmittel über den Rhein nach Hause bringen. Wer die Möglichkeit hatte, schaffte sich Kaninchen an.
Wir hatten einen eisigkalten Winter. Aber die Zuteilung an Kohlen reichte nicht einmal, um einen einzigen Raum zu heizen. Wir zogen mit einem Bollerwagen los, um Brennmaterial zu sammeln, abgefallene Äste und Holz aus den Trümmern. Manche zogen los auf den Bahndamm, wenn dort Kohlenzüge standen, und füllten sich schnell Taschen und Säcke. Kohlen und auch mal Lebensmittel wurden nicht geklaut, man ging fringsen und hatte den Kölner Erzbischof scheinbar auf seiner Seite. Wenn es nichts mehr zum Heizen gab, sind wir auch mal nachts losgezogen und haben einen Baum abgesägt.

Schlecht bestellt war es auch um neue Kleidung. Die Jungs besorgten uns leere Zuckersäcke aus dem Hafen. Diese hatten weiße wollähnliche Fäden, die vorsichtig herausgezogen und zusammengeknotet zum Stricken verwendet werden konnten. Wir strickten Pullover zum Tauschen. Ich strickte mir daraus einen Bikini mit Norwegermuster, für den mich alle bewunderten und vielleicht auch ein bisschen beneideten. Ich sagte natürlich nicht, dass er kratzte wie Sau. Darum hielt ich mich meistens im Wasser auf, wenn wir am Werstener Baggerloch waren. Da neue Kleidung nur auf Kleiderkarte zu haben war, wenn es sie überhaupt gab, nahm man alte Kleider oder Militärmäntel, trennte sie auseinander, färbte den Stoff und machte aus zwei alten ein neues Teil. Damit konnten wir uns chic machen, als irgendwann Kinos, Theater und Tanzlokale wieder aufmachten.

Man war hungrig nach jedem bisschen Vergnügen und Fröhlichkeit und war glücklich, wenn man nach stundenlangem Schlange stehen Karten bekam. Trotz dieser ganzen Miseren waren wir glücklich und zufrieden. Kein Alarm, keine Bomben, keine Angst mehr. Vor den Engländern hatten wir auch keine Angst. Viele fanden bei ihnen sogar Arbeit.

Ungefähr im September machten die Schulen wieder auf. Meine Freundin Helga und ich, wir kamen in eine aus ein paar Jahrgängen zusammengewürfelte Klasse, und wurden von einer Lehrerin unterrichtet, die bisher nur das erste und zweite Schuljahr geführt hat. Entsprechend war der Unterricht. Da wir in Kleve, wohin wir beide evakuiert waren, bis ins achte Schuljahr vollen Unterricht erleben konnten, verzichteten wir auf die Teilnahme am freiwilligen neunten Schuljahr. Es galten noch die alten Regeln aus der Nazizeit. So mussten Mädchen zum Beispiel noch das Pflichtjahr ableisten. Meine Eltern brachten mich nach Kleve zur Arbeit als Haushaltshilfe in der Hoffnung, dass es mir dort besser geht als in der Großstadt.

Das war aber eine Katastrophe. Wir wurden ausgenutzt als billige Arbeitskraft. Morgens um 7 Uhr begann mein Arbeitstag und endete oft um 12 Uhr nachts. Meistens ohne Frühstück. Die 20,00 RM, die mir im Monat zustanden, erhielt ich nur einmal. Eines Tages wurde der Hausherr von der Kripo verhaftet. Ich weiß nicht warum. Ich habe die Gelegenheit genutzt und bin ohne meine Sachen nach Düsseldorf gefahren, wo ich unterernährt und verlaust ankam. Die zweite Hälfte des Pflichtjahres leistete ich in der Schule Aachener Straße als Haushaltshilfe ab. Ich erholte mich schnell, weil ich immer was von der Schulspeisung abbekam.

Nach und nach kehrten auch die Männer aus der Kriegsgefangenschaft nach Hause. Man freute sich über jeden und fragte nie: „Wo kommst Du her, was hast Du erlebt?“ Man war froh alles hinter sich zu haben und nichts mehr vom Krieg zu hören. Auch mein Vater kam nach Hause. Schwer traumatisiert. Er war zum Kriegsende nach zweimaliger Verwundung in einer Genesungskompanie in Iserlohn und hatte sich zu Fuß nach Hause durchgeschlagen. Da er keine Entlassungspapiere hatte, wurde ihm später die Rente für die Soldatenjahre gekürzt. Das war der Dank des Vaterlandes.



Düsseldorf im Orgelfieber
Vom 25. September bis 2. November lockt das 10. „Internationale Düsseldorfer Orgelfestival“ mit Klassik-, Jazz- und Crossover-Konzerten – auch in Bilk und Unterbilk

Als Königin der Instrumente hat Mozart die Orgel bezeichnet. Dass sie bis heute nichts von ihrer Faszination verloren hat, zeigt das „Internationale Düsseldorfer Orgelfestival“, das vom 25. September bis 2. November stattfindet. In über 50 Konzerten pusten internationale Stars und Düsseldorfer Organisten den Staub von den Pfeifen und zeigen, was alles drinsteckt im ersten Synthesizer der Welt. „Die Orgel ist viel mehr als nur Begleitmusik in der Kirche“, sagt Intendant Herbert H. Ludwig. „Sie inspiriert junge Musiker über alle Sparten hinweg.“ Mit Crossover-Konzerten, der Begegnung mit japanischen Trommeln, Derwisch-Tänzern, Klezmer-Gesängen oder Pantomimen-Spielern, zeigt das „ido-festival“ die ganze Vielfalt des Instruments auf. „Keine andere Stadt ist dafür besser geeignet als Düsseldorf mit seinen rund 200 Orgeln“, sagt Herbert H. Ludwig.

Jazz-Legende Bill Watrous eröffnet die zehnte Ausgabe des „ido-festivals“
Im zehnten Jahr seines Bestehens holen die Festivalmacher eine veritable Jazz-Legende nach Düsseldorf. Posaunist Bill Watrous spielt am 25. September auf dem Eröffnungskonzert in der Petruskirche, zusammen mit der CSM Big Band und Gero Körner an der Kirchen- und Hammondorgel. Auch in Bilk und Unterbilk werden Highlights zu erleben sein: Am 2. Oktober etwa spielt das Taiko-Ensemble WADOKYO mit dem Organisten Patrick Johansson in der Friedenskirche. Mit Orgel und japanischen Trommeln treffen zwei ganz unterschiedliche Instrumente aufeinander, deren Begegnung ein besonders intensives Hörerlebnis hervorbringt und bereits in den vergangenen Jahren die Zuhörer begeistert hatte.

Das Harmonium stand früher in jedem gutbürgerlichen Haushalt
Am 6. Oktober kann man bei dem Konzert „4 Harmoniums und 1 Harmoniumbuch“ Bekanntschaft mit einem Instrument machen, das fast schon in Vergessenheit geraten ist. Dieses erste Instrument der Moderne, auch Synthesizer des 19. Jahrhunderts genannt, inspirierte Max Reger und Hector Berlioz, später auch die Avantgarde um Arnold Schönberg zu Kompositionen und lief in gutbürgerlichen Haushalten dem Klavier bald den Rang ab. Heute entdecken junge Musiker aus Klassik-, Pop- und Folksparte das Harmonium wieder, das im Gegensatz zur Orgel Töne dynamisch gestalten kann. Andreas Petersen und Peer Konstantin Schober präsentieren in der Friedenskirche und dem benachbarten Gemeindehaus bei einem Wandelkonzert von der Krypta bis zur Empore vier der seltenen Instrumente. Zu hören sind Werke aus der Blütezeit des Harmoniums sowie Uraufführungen, die in einem „Düsseldorfer Harmoniumbuch“ veröffentlicht werden. Wer dabei Feuer gefangen hat, kann sich anschließend eine Notenausstellung mit Harmoniumliteratur ansehen.

Auch Trinklieder der Renaissance haben Jazz-Potenzial
Ein vergnüglich-verrückter Streifzug durch die europäische Musikgeschichte findet am 9. Oktober in der Evangeliumskirche statt. Classic & Folk Reloaded haben die beiden jungen Ausnahmemusiker Simon Rummel und Matthias Schriefl ihr Programm genannt, bei dem sie von Trinkliedern der Renaissance (Henning Dedekind – trink ich Wein, so verderb ich) über barocke Madrigale, Tanzsätze von Ludwig van Beethoven bis hin zu alpinen Jodlern und zeitgenössischen Kompositionen ihre Lieblingswerke auf ihr Jazz-Potenzial testen und dabei vor keiner Improvisation zurückschrecken.
Auch eigene Werke der beiden Komponisten und Multiinstrumentalisten werden aufgeführt, es kommen Orgel, andere Tasteninstrumente, Bratsche, Trompete, Flügelhorn, Tuba, Alphorn und Gesang zum Einsatz.

Am 28. Oktober trifft die Orgel auf Pantomimen- Spieler: Bei der Familien-Aufführung „Der alte Mann und das Mädchen“ für Kinder ab fünf Jahren versucht die kleine Toni, dem alten Griesgram Pepo sein Lächeln wieder zu geben. Ob es ihr gelingt? Die Musik jedenfalls, die von der Orgel ertönt, verzaubert am Schluss nicht nur die kleine Toni.

Grüße aus Frankreich und Russland
Bei der letzten Veranstaltung des „idofestivals“ in Unterbilk begegnen sich am 31. Oktober Ost und West. Christian Ott, Titularorganist von St. Louis de Versailles, und die Harfenistin Isabelle Lagors widmen sich den Beziehungen von Frankreich und Russland. Sie präsentieren Werke vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts – einer in beiden Ländern äußerst produktiven und prägenden Epoche. Auf russischer Seite lassen sie Glinka und Rimski-Korsakow als Vertreter der nationalen klassischen Musik erklingen und stellen sie den internationaler orientierten Tschaikowski und Rachmaninow gegenüber.
Aus Frankreich gibt es vor allem Lieder und Suiten aus der Spätromantik zu hören, etwa Claude Debussys Clair de lune oder Maurice Ravels Introduction et Allegro für Harfe und Orgel.

Info-Telefon: 0211-664-444. Das gesamte Programm des IDO-Festivals ist unter www.ido-festival.de abrufbar. Karten gibt es bei allen bekannten Vorverkaufsstellen und unter www.westticket.de..


Der historische Schulgarten Räuscherweg
Frühlingsfest im Zentralschulgarten am Räuscherweg am 10.05.2015 und ein kurzer Bericht von der Mitgliederversammlung des Fördervereins historischer Schulgarten am 11.06.2015 und Ausblick auf das Herbstfest am Sonntag, den 20.09.2015
Von Theo Hilger

Am Sonntag, dem 10.05.2015, fand im historischen Schulgarten das schon traditionelle Frühlingsfest statt. Wie immer lockte unsere mit Kuchenspenden bestückte Kuchentheke, sowie der Grill, die eigenen Imkereiprodukte, der Gemüse- und Obststand mit Erzeugnissen aus der Region, viele Besucher in den Schulgarten. Die Besucher konnten ihre Fahrräder von der Polizei codieren lassen. Die Kinder konnten sich in verschiedenen Aktivitäten, die der Sport-Action-Bus des Stadtsportbundes auf dem Schulgartengelände zur Verfügung stellte, ausprobieren. Jung und Alt waren begeistert von der Papierfalttechnik Origami und filzen mit Frau Schneck. Angesagt war auch die Kräuterexkursion mit Frau Dehn.

Erstmals konnten wir auch unseren neuen Weidezaun mit unseren Schafen in Gänze der Öffentlichkeit vorstellen. Die Weidefläche besteht jetzt aus vier Weidefeldern, die über große Schwenktore entweder getrennt oder miteinander verbunden werden können. Damit können die Schafe entsprechend dem Weidebewuchs auf die einzelnen Flächen getrieben werden, ohne dass wir mühsam wie bisher schwere Absperrgitter schleppen mussten. Für diesen Weidezaun haben wir einstimmig von der BV3 einen großzügigen Zuschuss erhalten. Unser Dank gilt unseren Bezirkspolitikern, bei denen wir für die Belange des Schulgartens immer „ein offenes Ohr finden.“ Danke nochmals von dieser Stelle.

Gleichzeitig haben wir bezüglich der Schafherde unser Konzept geändert. Rent a Sheep ist jetzt unsere Devise und wir haben eine Vereinbarung mit einem Schäfer getroffen. Er stellt uns jetzt vom Frühjahr bis in den Spätherbst so viele Schafe auf die Weide, wie sie an Weidefutter hergibt. Bis in das Frühjahr des kommenden Jahres wird die Obstbaumwiese/Weide geschont. Die Anzahl der Tiere, die wir im Frühjahr bekommen, richtet sich nach dem Zustand der Weide. Damit ist die naturnahe Bewirtschaftung gesichert. Die ärztliche Versorgung obliegt dem Schäfer. Für die Leistungen des Schäfers zahlen wir jährlich eine „Schafsherdenmiete“, bei deutlich weniger Risiko für den Förderverein. Ebenso entfällt die aufwendige Zufütterung im Winter.

Unsere Förderverein- Herde wurde von dem Schäfer übernommen. Nach den Erfahrungen des ersten halben Jahres funktioniert das Weidekonzept.
Die Schafe fühlen sich sehr wohl und sind wie bisher die „Stars“ für die Kinder aus den OGS-Betreuungsgruppen. Und wenn der Schäfer vor Ort ist, können die Kinder auch miterleben, wie Schafpflege und Herdenbewirtschaftung erfolgt.

Als Verein haben wir aus den Überschüssen der Schulgartenfeste und den Mitgliedsbeiträgen pünktlich zum Frühlingsfest eine 4 x 6 Meter große Überdachung mit Satteldach im Schulgarten aufstellen lassen. Damit sind wir jetzt in unseren Schulgartenaktivitäten wetterunabhängiger und damit planbarer aufgestellt.

Am 11.06.2015 fand die jährliche Mitgliederversammlung des am 4. Februar 1998 in das Vereinsregister eingetragenen Fördervereins Historischer Schulgarten statt. Der Verein ist gemeinnützig und berechtigt gemäß Bescheid des Finanzamtes Düsseldorf- Süd vom 26.01.2015 Zuwendungsbestätigungen für die steuerliche Abzugsfähigkeit von Spenden auszustellen. Das neue Schaf- und Beweidungskonzept wurde ausführlich den anwesenden Mitgliedern vorgestellt und hat allgemeine Zustimmung gefunden. Der Verein zählt 109 Mitglieder. Im Jahr 2014 wurden 5.828 Euro dem Schulgarten für Projekte zur Verfügung gestellt. Seit Gründung des Vereins summieren sich diese Projektausgaben auf 56.780 Euro. Zur Erinnerung, seit dem 20.08.1997 ist der Schulgarten als Denkmal in die Denkmalliste eingetragen.

Der Termin für das Herbstfest steht auch schon fest. Es findet diesmal recht früh, am Sonntag, den 20. September 2015 in der Zeit von 14 – 18 Uhr, statt.

Die Besucher werden wieder unser „Gastronomieangebot“ und Attraktionen für die Kinder vorfinden. Frau Schneck hat sich wieder etwas Tolles zum Filzen einfallen lassen. Erstmalig werden die Museumspädagogen des Hetjens-Museum an unserem Fest teilnehmen. Als besonderen Gast dürfen wir Freddy Ohrenkneifer begrüßen. Was Freddy und die Museumspädagogen sich ausgedacht haben, lasst Euch überraschen. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage www.foerdervereinschulgarten. de.

Kontakt: Förderverein historischer Schulgarten Räuscherweg e.V., c/o Theo Hilger, Uedesheimer Straße 59, 40221 Düsseldorf, www.foerdervereinschulgarten.de.










Bilker Adressen: Ludwig-Hammers-Platz
Ludwig Hammers –
der erste Oberbürgermeister Düsseldorfs
Von Jürgen Fuhrmeister

In Anbetracht der baldigen Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie widmen wir die heutige Folge der Bilker Adressen dem Platz am Bilker Bahnhof, der eigentlich gar kein Platz ist, sondern so etwas wie ein Mündungsdelta für Verkehrsströme in die Stadt bzw. aus der Stadt heraus. Stadteinwärts bringen Straßenbahnen Fahrgäste über die Brunnenstraße und Aachener Straße in die Stadt. Morgens die Pendler zu ihren Arbeitsplätzen und den ganzen Tag über Kunden zu den vielen Geschäften in der Innenstadt. Über die Merowingerstraße fallen im Schwarm der vielen Kraftfahrzeuge Busse in die Stadt ein. Die Ströme schwappen gebündelt wie in einem Trichter durch die Unterführung am Bilker Bahnhof in die Friedrichstraße.

Ludwig Hammers (1822 – 1902)
Foto: Stadtarchiv Düsseldorf
180-240-425

Mit den zwei Nebenstraßen entlang des Bahndamms, Burghof- und Färberstraße, werden hier fünf Straßen unter der Unterführung mit der Friedrichstraße verknüpft. Im Innenraum des Platzes befindet sich ein Archipel, eine Inselgruppe, bestehend aus einer Handvoll begrünter Inseln, über die Fahrgäste gleichsam wie Inselhopper von einem der neun Bahnsteige Bilk S zum anderen eilen. Es ist der Ludwig- Hammers-Platz, der eigentlich eine reine Verkehrsfläche darstellt, ohne nennenswerten Blumenschmuck, ohne Sitzbänke zum Verweilen, fast ohne schattenspendende Bäume. Ein Verkehrsknoten!

Sehr viele Düsseldorfer Bürger werden nicht wissen, wer Ludwig Hammers war. Zweimal tauchte in den letzten Wochen der Name in der Lokalpresse auf. Aus der Rheinischen Post vom 7. Juli erfuhr man jetzt, dass sein Porträt in Öl in der Galerie der bisherigen ehemaligen Oberbürgermeister Düsseldorfs im Rathaus hängt, und zwar an erster Stelle. Er war seit 1858 der erste offizielle Oberbürgermeister Düsseldorfs. Er war beamteter Chef der Verwaltung und durfte sich aus feierlichem Anlass mit der Amtskette schmücken.

Ludwig Hammers erblickte am 4. März 1822 in Wassenberg (Kreis Heinsberg) als siebtes Kind eines preußischen Oberzollinspektors und dessen französischer Ehefrau, die aus Arras stammte, das Licht der Welt. Der Vater war in der napoleonischen Zeit ein französischer Zollbeamter gewesen und war 1820 in preußische Dienste getreten und mehrere Male versetzt worden, so auch in den Krefelder Raum. Seine Kindheit verbrachte der Knabe Ludwig dort, ab 1834 in Uerdingen, wo er zwei Jahre lang das Progymnasium besuchte. Ab 1836 war er Schüler des berühmten Königlichen Gymnasiums zu Düsseldorf in der Alleestraße auf dem Grundstück, auf dem 1907 bis 1909 das Kaufhaus Tietz (heute Kaufhof) erbaut wurde. Hier legte er am 31. August 1841 das Abitur ab.

Der Ludwig-Hammers-Platz
Foto: Jürgen Fuhrmeister

Er studierte Kameralwissenschaft, Jura und wurde Referendar bei der Düsseldorfer Regierung. Zwischendurch leistete der 25-jährige Hammers als Freiwilliger ein Jahr Militärdienst in Berlin ab. Und im blühenden Alter von 27 Jahren stand der vormalige Regierungsassessor Ludwig Hammers seit August 1849 an der Spitze der Verwaltung einer immer weiter anwachsenden Stadt Düsseldorf, zunächst als Bürgermeistereiverwalter, 1850 als Bürgermeister, seit 1858 als Oberbürgermeister. Nach fast 27 Jahren beendete er seine Tätigkeit als OB. Seine Erfolge können in diesem Beitrag nur exemplarisch dargestellt werden. Auch seine Versäumnisse. Im Großen Ganzen hinterließ er ein bestelltes Haus.
Bei der Einführung des Nachfolgers Friedrich Wilhelm Becker als OB in sein Amt gab der Regierungspräsident diesem mit auf den Weg: „Sie treten ein wohlgeordnetes Amt an.“

Dr. Peter Hüttenberger, der nicht nur bei den Studenten hochgeschätzte Professor für die Geschichte des Rheinlandes an der Heinrich-Heine-Universität seit 1976 – und dazu Rektor von 1980 bis 1983 – schenkte dem Wirken des ersten Düsseldorfer Oberbürgermeisters in der großen Stadtgeschichte, herausgegeben von Hugo Weidenhaupt 1988, breiten Raum. Er stellte fest, Ludwig Hammers „muß ein besonders staatstreuer, antirevolutionär gesinnter Beamter gewesen sein. Er meisterte die ihm zufallende Aufgabe, die von den herrschenden Kreisen erwartete Restauration (Wiederherstellung der alten Ordnung nach den 1848er Unruhen. Die Red.) in der unruhigen Stadt voranzutreiben. Er freundete sich mit dem katholischen Fürsten Carl-Anton von Hohenzollern und Sigmaringen an, der ihn wohl auch politisch unterstützte.“

Zusammen mit vier Beigeordneten und einem Kammerjunker bildete er die Spitze der Verwaltung. Hinzu kamen noch Stadtkasse, Sparkasse und Leihanstalt und viele Amtsstellen. Ihm gegenüber stand die Stadtverordnetenversammlung. Sie bestand 1859 aus vier Bankiers, fünf Fabrikanten (Tapeten, Möbel, Likör, Kattun und Siamoisen, d. s. kleinkarierte oder farbig gestreifte Schürzenstoffe und Bettbezüge aus Baumwoll- und Viskosegarnen), einem Bauunternehmer, drei Kaufleuten, fünf vermutlich wohlhabenden Rentnern, einem Apotheker, vier Juristen, dem Direktor des Königlichen Gymnasiums und aus dem unteren Stand je einem Schreinermeister, Kunstmaler und Kassenbeamten und zwei Bauern, die beide auch Ziegelbäcker waren.

Nach Hüttenberger „dominierten dieselben Personengruppen, wie 1845. Die in den fünfziger Jahren sich neu ansiedelnden Fabrikanten hatten sich noch nicht durchgesetzt.“ Hammers sei ein sparsamer Verwalter gewesen, stellte er fest: „Es gelang ihm immer wieder, den städtischen Haushalt auszugleichen. Auf der einen Seite vermied er so zwar starke Belastungen der Steuerzahler, insbesondere der wohlhabenden Schichten, andererseits aber konnte er mit dieser Politik den Anforderungen der rasch wachsenden Stadt kaum gerecht werden. Hammers hatte wohl nicht vor, Düsseldorf zu einer modernen Industriekapitale auszubauen. Er war eher bestrebt, Firmenansammlungen abzudrängen und Düsseldorf das Gepräge einer Residenz-, Verwaltungs- und Gartenstadt zu bewahren.“

Ludwig Hammers konnte aber nicht verhindern, dass die „Eisenindustrie“ im Zuge der Industrialisierung in Düsseldorf Fuß fasste. Dafür waren die Standortbedingungen zu gut. Aber er steuerte die Ansiedlung der neuen Betriebe.
Nach nur dreimonatiger Vorbereitungszeit wurde in Düsseldorf vom 15. Juli bis 1. Oktober 1852 die Provinzial-Gewerbe-Ausstellung für Rheinland und Westphalen ausgerichtet. „Aus der verwirrenden Fülle von Einzelgewerben, die die Handelskammerberichte bis dahin aufführten, tritt sieghaft immer stärker die Eisenindustrie hervor, die in allen ihren Teilen nun im Bannkreis Düsseldorfs heimisch wird.“ Dies schrieb Dr. Paul Wentzcke, Archivdirektor im Stadtarchiv Düsseldorf, in zeitlicher Nähe zum Wirken Hammers in einem Beitrag zum Sammelband „Düsseldorf“ in der Reihe Deutsche Städtebaukunst. Wirken und Werke deutscher Selbstverwaltung. Düsseldorf 1925. Diese Entwicklung sei in den zwei Jahrzehnten vorbereitet worden, „die der politischen Bewegung von 1848 folgten. Voll inneren Verständnisses für die Bedürfnisse einer neuen Zeit trat damals Ludwig Hammers (1849 bis 1876) an die Spitze einer langen Reihe hervorragender Oberbürgermeister, die Düsseldorf aus der Gebundenheit einer Landstadt zum Mittelpunkt eines Verkehrs machten, dessen Heimat nicht mehr allein Deutschland und Europa, sondern die ganze weite Welt war.“

„Daß damals schon, in den ersten unruhigen Jahren der Industrie-Entwicklung, alle größeren Fabriken in die Außenviertel, insbesondere nach Bilk gelegt wurden,ist vor allem Hammers‘ Werk. Nach allen Seiten dehnten und reckten sich jetzt die Straßenzüge, deren Wachstum der steigenden Bevölkerung kaum zu folgen vermochte. Die Grenzen der Stadterweiterung, die 1852 festgelegt wurden, waren sehr bald überschritten, nachdem man zunächst die noch immer freien Baublöcke zwischen den älteren Stadtteilen ausgefüllt hatte. Zwischen Neustadt und Karlstadt erwuchs ein schöner weiträumiger Stadtteil: Schwanenmarkt, Haroldstraße, Südstraße nebst dem den Schwanenspiegel umziehenden Straßenhalbkreis. Im Süden schloss sich die Berger Allee an.

Am Hofgarten wurde die Jägerhofstraße geschaffen und damit auch Pempelfort und das angrenzende Gartenviertel in die Wohnstadt einbezogen.“ Und Wentzcke zitiert selbst den Münchener Kulturhistoriker Wilhelm Heinrich Riehl: „In weitem Halbkreise lagert sich ein neues Düsseldorf um das alte, eine Industriestadt.“ Riehl, der wissenschaftliche Begründer der Volkskunde, schrieb über seine Wanderfahrt nach Holland unmittelbar vor dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71: „Wer zu Schiffe kommt, erblickt die Kunst- und Handelsstadt, und gleich vorn im Hafen grüßt ihn das Gebäude der Malerakademie. Wen aber der Bahnzug herführt, der sieht sich zunächst von lärmenden Werkstätten mit hochragenden Schornsteinen umgeben. Er durchschneidet den industriellen Gürtel, welcher die engere Stadt zu umschließen beginnt.“

Nicht nur die Unterbilker müssten Ludwig Hammers dankbar sein dafür, dass sie dank seines Einsatzes in einem so schönen und immer mehr begehrten Wohnviertel leben und feiern dürfen. Wir alle sollten uns an Hammers erinnern, wenn wir den Apolloplatz überqueren, wo alliierte Bomberverbände im Zweiten Weltkrieg und Bauarbeiter der Kniebrücke und der Regierungsbauten nach dem Krieg durch den von Wentzcke gepriesenen schönen Stadtteil zwischen Neustadt und Karlstadt – heute zwischen Hubertus- und Haroldstraße – eine breite Schneise geschlagen und einen trostlosen Platz hinterlassen haben.

Unschön endete seine Amtszeit nach 27 Jahren, in der er eine Stadtlandschaft sich entwickeln ließ, in der die Bürger arbeiten und zugleich wohnen können. Aber er konnte es vielen nicht recht machen. Als Katholik widerstrebte es ihm, der Kirche die Schulaufsicht zu entziehen. Das erzürnte die Liberalen, die paritätische Schulen gründen wollten. Es ging darum, wer künftig in Düsseldorf die Macht in den Händen halten soll: das altkatholische altbürgerliche Bürgertum mit seiner eher kleinstädtischen Mentalität oder die neu zugezogene Fabrikantenklasse. Er stand zwischen vielen Fronten. Hinzu kamen ungerechte Verleumdungen wie Franzosenfreundlichkeit und Beschuldigungen wie Korruption. Er warf das Handtuch und legte am 12.12.1875 sein Amt nieder, wirkte aber weiter in den verschiedensten Gremien. Er starb am 3. Juni 1902 in Düsseldorf.

Vierzig Tage vor Erscheinen dieser Ausgabe der Bilker Sternwarte tauchte der bis dahin vielen unbekannte Name des ersten Düsseldorfer Oberbürgermeisters zum zweiten Mal in der Presse auf. In der RP lasen wir, dass der CDU-Fraktionsvize Andreas Hartnigk sich dafür ausspricht, dass der oben beschriebene Verkehrsknoten, genannt Ludwig-Hammers-Platz, nach Fertigstellung der Wehrhahnlinie ausgeweitet wird auf den jenseits der Bahnlinie liegenden Platz vor den Düsseldorf Arcaden. Die in dem Bericht zitierten Lokalpolitiker wollten sich noch nicht festlegen. Sie waren sich aber darin einig, dass etwas geschehen muss. Wenn nach Eröffnung der Wehrhahnlinie der Platz vor den Arcaden wiederhergestellt wird, dann sollte die Bezirksvertretung in Ruhe über die Namensgebung beraten. „Wichtig ist aber, dass der gesamte Bereich aufgewertet wird“, forderte Ratsherr Dietmar Wolf und eine Woche später brachten die Grünen den Namen Günter Grass ins Spiel. Jetzt ist die Bezirksvertretung 3 am Zug, denn sie ist zuständig, da die Namensgebung nicht von gesamtstädtischem Interesse ist.









Vorschlag zur Namensgebung für
den Platz an den Bilker Arkaden:
Heinrich-Spoerl-Platz
Von Dr. Hartmut Görgens

Die Stadt Düsseldorf hat ihren großen Sohn, Heinrich Spoerl, bisher mit keinem Namen einer Straße, eines Platzes oder eines Gässchens geehrt. Im fünfmal verfilmten Meisterwerk „Der Maulkorb“ gibt Düsseldorf den kaum verfremdeten Hintergrund ab und viele Figuren des Romans sind unverkennbar geprägt von rheinischer – vielleicht sogar von Düsseldorfer – Mentalität. Auch hat Spoerl mit seinen Szenen im rheinischen Dialekt (z. B. im Maulkorb) und zahlreichen lokalgeschichtlichen Anspielungen Düsseldorf ein Denkmal gesetzt.

Nur eine kleine Gedenktafel der Bilker Heimatfreunde und der Düsseldorfer Jonges weist an der ehemaligen Oberrealschule am Fürstenwall darauf hin, dass Heinrich Spoerl und sein Sohn Alexander hier zur Schule gegangen sind.

Nunmehr bietet sich die Gelegenheit, mit der Namensgebung für den Platz an den Bilker Arkaden als Heinrich- Spoerl-Platz das bisher Versäumte nachzuholen.

Heinrich Spoerl wurde 1887 in der Talstr. 66 in Düsseldorf geboren, ging am Fürstenwall zur Oberrealschule und hat bis 1937 50 Jahre in der Friedrichstadt gelebt, seine besten Werke verfasst und im benachbarten Droste-Verlag veröffentlicht. Tausende Male wird er über die Örtlichkeit gegangen sein, die bald Heinrich- Spoerl-Platz heißen könnte.

Selten hätte der Name eines Platzes einen so unmittelbaren Bezug zu einem Schriftsteller. Für Kenner und Liebhaber der Werke Heinrich Spoerls ist es müßig, eine nähere Beschreibung von Heinrich Spoerl zu geben. Da jedoch nicht alle, die sich mit der Namensgebung befassen werden (z. B. die Düsseldorfer Öffentlichkeit) oder diejenigen, die die letzte Entscheidung treffen, Heinrich Spoerl kennen oder etwas genauer kennen, seien hier einige Informationen gegeben. Denn Heinrich Spoerl war ein weitgehend unbekannter Bestsellerautor. Fast jeder Deutsche kennt zwar den Kult- Film „Die Feuerzangenbowle“, aber kaum einer weiß, dass Heinrich Spoerl der Mitautor des zugrundeliegenden Romans und der Drehbuchautor des Filmes war, der insgesamt dreimal verfilmt wurde.

Noch weniger bekannt ist, dass sein „Der Maulkorb“, mit dem er Düsseldorf ein Denkmal setzte, sogar fünfmal verfilmt wurde, zweimal als Kinofilm und dreimal als Fernsehfilm. Am Ende unserer Ausführungen sind sechs Werke von Heinrich Spoerl angegeben, die für Wert gehalten wurden, verfilmt zu werden.

Da drängt sich doch geradezu die Frage auf: Von welchen anderen deutschen Literaten wurden sechs Werke verfilmt, einige davon mehrmals, außer vom Düsseldorfer Heinrich Spoerl?

Heinrich Spoerl zählt zu den wenigen in der deutschen Literatur, die sich auf Humor verstehen – einen gütigen, verständnisvollen Humor, der die Menschen kennt und dennoch mag. Fünf Millionen Gesamtauflage bestätigen, wie viele Leute das schätzen und brauchen können. Spoerls Witz kam von Herzen, er hatte die Fähigkeit, sich nicht auf Kosten der Mitmenschen zu amüsieren, sondern der kuriosen Umstände wegen, in die sie geraten. Heinrich Spoerl war ein gütiger Schriftsteller und einer der liebenswürdigsten literarischen Schelme, die wir bis heute besitzen, und der es stets fertig gebracht hat, Würde und menschlichen Anstand zu bewahren.

Dabei sollte auch gewürdigt werden, dass es viel schwieriger ist, einen heiteren Roman zu schreiben als etwa Liebes-, Kriminal- oder Problemromane. Es ist somit kein Zufall, dass gute heitere Romane nach wie vor eine literarische Rarität sind. Heinrich Spoerl war mit seinen Romanen, Erzählungen und Bühnenstücken ein Meister dieses Genres.

Er, der mit deutlich rheinischer Intonation sprach, verfügte über eine klare, schnörkellose und treffsichere Sprache und einen unaufdringlichen Humor. Sein Einfallsreichtum und sein Witz verblüffen und begeistern. Vielfach versprühen viele seiner Darstellungen eine rheinische Heiterkeit und manchmal sogar Karnevaleske.

Obwohl sein Schaffen in die Nazizeit fiel, ließ er sich – im Gegensatz zu manchen anderen Erfolgs-Künstlern – nicht von den Nazis vereinnahmen. So hatte Spoerl 1937 für einen seiner Klienten, der sich über ein BDM-Mädchen vermeintlich belustigend geäußert hatte, einen Freispruch erwirkt. Als sein Klient jedoch danach noch auf den Stufen des Gerichts wieder von der SS verhaftet und ins KZ gebracht wurde, hat er geweint und sich als Anwalt abgemeldet.

Spoerl brachte es mitten im Nationalsozialismus fertig, einen Roman (der Maulkorb) zu schreiben und daraus ein Drehbuch für einen Film zu texten, in dem ein strammer Staatsanwalt der Lächerlichkeit preisgegeben wird. Auch die „Feuerzangenbowle“ erzählt eigentlich vom – liebenswürdig überformten – Aufbegehren gegen Patriarchalismus und Autorität. Angeblich hat Goebbels den Film verbieten lassen wollen und es habe der persönlichen Intervention von Rühmann bei Hitler bedurft, um die Sperrung loszueisen. 1941 zog er sich nach Rottach-Egern am Tegernsee zurück, wo er 1955 starb und begraben wurde. Als 1947 seine geliebte Ehefrau früh mit 51 Jahren verstarb, schrieb er keine Zeile mehr.

Um ein Licht auf seine Popularität zu werfen, sei zum Abschluss folgender Bericht (s. Wikipedia Feuerzangenbowle, nach Spiegel online Unispiegel vom 18.12.2006) wiedergegeben:
„Vielerorts – häufig in Universitäten – werden in der Adventszeit Vorführungen des Filmes organisiert, die Eventcharakter haben. So wird während des Films Glühwein oder besser noch Feuerzangenbowle (manchmal auch Heidelbeerwein in Reagenzgläsern) ausgeschenkt, mit Taschenlampen wird während der Szene im Geschichtsunterricht auf die Leinwand geleuchtet, bei jeder passenden Gelegenheit werden mechanische Wecker geläutet sowie bei Pfeiffers Chemiestunde Wunderkerzen entzündet. Die größte Feuerzangenbowle- Party mit über 10.000 Teilnehmern wird in Göttingen durchgeführt.“

Folgende Romane (bzw. ein Bühnenstück) von Heinrich Spoerl wurden verfilmt:

Der Maulkorb

Fünfmal verfilmt, zweimal als Kinofilm, dreimal als Fernsehspiel

2 Kinofilme 1938 „Der Maulkorb“
Regie: Erich Engel,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u.a. mit Ralph Arthur Roberts, Will Quadflieg, Paul Henkels, Elisabeth Flickenschildt

1958 „Der Maulkorb“

Regie: Wolfgang Staudte,
Drehbuch: Eckart Hachfeld,
u.a. mit O.E. Hasse, Herta Feiler, Hansjörg Felmy

3 Fernsehfilme „Der Maulkorb“

1963 WDR
Regie: Hans Quest
mit Werner Hinz in der Hauptrolle

1979 WDR
Regie: Karl Wesseler mit Willy und Peter Millowitsch, Anja Kruse

1997 BR/SWF
Regie: Erich Neureuther
mit Toni Beger, Gerlinde Locker

II. Die Feuerzangenbowle

dreimal verfilmt:
1934 unter dem Titel „So ein Flegel“
Regie: Robert Stemmle,
Drehbuch: Hans Reimann,
u.a. mit Heinz Rühmann, Oskar Sima, Rudolf Platte

1944 „Die Feuerzangenbowle
Regie: Helmut Weiss,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u.a. mit Heinz Rühmann, Erich Ponto, Paul Henkels

1970 „Die Feuerzangenbowle“
Regie und Drehbuch: Helmut Käutner,
u.a. mit Walter Giller, Uschi Glas, Theo Lingen, Willy Reichert

III. Wenn wir alle Engel wären

zweimal verfilmt
1936 Regie: Carl Froelich,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u.a. mit Heinz Rühmann, Leny Marenbach

1956 Regie: Günter Lüders,
Drehbuch: Kurt Nachmann,
u.a. mit Dieter Borsche, Marianne Koch, Hans Söhnker, Erich Ponto, Adolf Dell, Gustav Knuth

IV. Der Gasmann

1941 Regie: Carl Froelich,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u.a. mit Heinz Rühmann, Anny Ondra

V. Die Hochzeitsreise

1938 unter dem Titel „Die Scheidungsreise“,
Regie: Hans Deppe,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u.a. mit Viktor de Kowa, Heli Finkenzeller

VI. Das andere Ich

(Bühnenstück von Heinrich Spoerl)
1941 „Das andere Ich“,
Regie: Wolfgang Liebeneiner,
Drehbuch: Heinrich Spoerl,
u. a. mit Hilde Krahl, Mathias Wiemann

Werke

• Die Feuerzangenbowle, 1933
• Der Maulkorb, 1936
• Wenn wir alle Engel wären, nach dem gemeinsamen Bühnenstück mit Hans Reimann: „Der beschleunigte Personenzug“,

1936 Neff, Berlin
• Man kann ruhig darüber sprechen; Ich vergaß zu sagen, Heitere Geschichten und Plaudereien, 1937
• Der Gasmann, 1940
• Das andere Ich, 1942
• Die weiße Weste. Lustspiel in 7 Akten, 1946
• Die Hochzeitsreise, 1946
• Der eiserne Besen. Von Vater und Sohn Alexander Spoerl, 1949

Literatur:
u.a. Joseph A. Kruse Hrsg. (ehemaliger
Direktor des Heinrich-Heine-Instituts)
Heinrich Spoerl, Buch-Bühne-Leinwand
Im Jahr 2004 gestaltete das Heinrich- Heine-Institut Düsseldorf, eine Sonderausstellung zu Heinrich Spoerl



1957: Die Linie 8 in der Hammer Straße

Dieses Bild bot sich unserem Leser und Mitarbeiter, als er 1957 auf dem Weg zur Arbeit durch die Haustür auf die Straße trat. Die Straßenbahn brachte ihn über Hammer Straße, Strom- und Haroldstraße zum Graf-Adolf- Platz. Rechts vor der Litfaßsäule befindet sich heute die Bushaltestelle Erftstraße/Grand Bateau, gegenüber stand die Lebensmittelgroßhandlung Wilhelm Lutter.

Die Stadt und die Rheinbahn wollten diese Linie, eine der ältesten Straßenbahnlinien Düsseldorfs, die seit Jahren als 708 diese Strecke entlang des Hafengeländes meidet und durch die Gladbacher Straße zum Mörsenbroicher Ei fährt, nach Inbetriebnahme der Wehrhahnlinie endgültig einstellen. Was nach der Eröffnung der Wehrhahnlinie passiert, ist aber noch ungewiss.


Foto: Jürgen Fuhrmeister



Die Konkordiaschule ist dabei…
Von Martina Biermann

Als die Leserattenservice GmbH Anfang des Jahres in ganz Deutschland anfragte, wer Interesse habe, ein Veranstaltungsort für DIE SCHNELLSTE LESEREISE DER WELT zu werden, staunte man dort selbst über das enorme Interesse und die riesige Resonanz.

Wir sind sehr glücklich, zu den Ausgewählten zu gehören und am 16. September 2015 am Weltrekordversuch teilzunehmen.

UND DARUM GEHT ES: Im Juni 2012 stellten die Leserattenservice GmbH, zusammen mit dem Schriftsteller Stefan Gemmel, in Koblenz die bisher größte Lesung eines einzelnen Autors auf die Beine und schafften mit einem Publikum von über 5.400 Zuhörern den Eintrag ins Guinness- Buch® der Rekorde.

Im September 2015 wird die Leserattenservice GmbH nun wieder den Schriftsteller Stefan Gemmel auf Weltrekord-Jagd schicken: Die schnellste Lesereise der Welt – mit 80 Lesungen durch Deutschland.

Wieder einmal soll bewiesen werden, dass Lesen eine Leidenschaft ist, die ganze Massen fesseln und begeistern kann. Ausgestattet mit seiner neuen Buchreihe wird Stefan Gemmel in möglichst kurzer Zeit alle Bundesländer bereisen und erst einmal für Kinder lesen.

Die Schülerinnen und Schüler erhalten bereits im Vorfeld eine kurze Passage des Textes, die gemeinsam mit der Klasse sprachlich und/oder klanglich bearbeitet wird. Regionale Besonderheiten, Dialekte, Typisches für die Klasse/Schule, …

Am Ende der Reise werden die einzelnen Beiträge zusammengestellt, so dass sich ein Klangteppich ergeben wird, der eine ganz besondere Landkarte unserer Republik abbildet und online abgerufen werden kann. Und unsere Konkordiaschule ist dabei!














T-Shirt und Äzezupp
Von Rene Krombholz

Der Carlsplatz in Düsseldorf ist für mich einer der interessantesten Orte dieser Stadt. Hier verbinden sich Stadtgeschichte und Gegenwart, Bodenständigkeit und internationales Flair, dieses auch im Angebot der zahlreichen Händler, die diesen Platz als Markt nutzen. Obst, Gemüse, Fisch, Blumen und Delikatessen, Menschen aller Länder und Kulturen, hier ist immer alles live…!

Tradition ist (bei mir) die richtig zünftige Dauser-Erbsensuppe oder andere Hausmannskost, zum Entsetzen derer, die da heute behaupten, so etwas sei eher ungenießbar. Menschen die, wie ich auch, kennen was Hunger ist, schätzen in der Regel solche Hausmannskost etwas mehr. Äzezupp (Düsseldorfer Platt) ist für mich eine Köstlichkeit und ich freue mich, mir heute diese unbeschwert leisten zu können.

Am Stehtisch genieße ich zusammen mit drei weiteren Menschen meine kleine Pause und besagte Erbsensuppe. Es ist Sonnabend und wie meist um diese Zeit sehr voll, als ein junges Mädel, von ihrer Mutter eher unsanft, an unseren Tisch geschoben wird. „Frag jetzt!“, höre ich die Mutter und wie befohlen tönt es aus dem Mund der Tochter: „Ist hier noch ein Platz frei?“

Alle rücken, mit Tochter und Mutter gesellt sich zu den Tellern mit Eintopf und dicken Bohnen jetzt ein Teller mit Milchreis. „Guten Appetit“ wünscht die Mutter, die Tochter schweigt.

Ein hübsches Kind, denke ich, vielleicht 11 oder 12 Jahre jung, wunderschöne lockige, lange Haare, schöne Augen und sie lacht. Es freut mich, wie leicht und unbeschwert unsere Jugend heute ohne Ängste und Sorgen aufwachsen kann.

Mit der vollen Faust umschließt das Mädel den Löffelgriff und fängt an zu schlürfen. Und siedend heiß kommt die Erinnerung und ich spüre den Schlag meiner Mutter am Hinterkopf: „So wird nicht gegessen, das ist keine Mistforke, fass den Löffel richtig an!!!“ Sag ich doch, die Kids haben es heute einfacher…

„Hallo, ich bin auch wieder da!“, der Vater gesellt sich zu unserer Runde, während sich die Mutter gleichzeitig verabschiedet. „Du Papa, von dem Sushi gestern Abend habe ich etwas Bauchweh gehabt“, höre ich die Kleine klagen. Toll, was die heute alles schon kennen und dürfen, denke ich.

Vaters Handy meldet sich, er nimmt es zur Hand und ein freundliches „Hallo“ begrüßt den Anrufenden. „Nein! Jetzt rede ich mit dir!“, meldet sich recht energisch seine Tochter und unterbricht das Gespräch des Vaters. Der legt auch brav sein Handy zur Seite. „Du Papa, gehen wir nachher noch mal in den Shop? Ich möchte gern dies T-Shirt haben!“ Die Antwort ist nicht ganz verständlich, bedeutet auf jeden Fall kein klares Ja.

„Ich will das aber! Außerdem kostet das nur 220 Euro!!!“ Ups, ich halte die Luft an, bin sprachlos. 220 Euro? Eine Menge Kohle, dafür müssen viele Menschen (so auch ich), lange arbeiten. Und dann nicht einmal ein „Bitte“, sondern nur ein bestimmender Ton?

Meine Gedanken schweifen ab und werden durch „ich will jetzt eine Apfelschorle!“ in die Realität zurückgerufen. „Wenn du demnächst in Amerika auf dem College bist, kann ich dir das auch nicht mal eben holen!“, entgegnet der Erziehungsberechtigte, um dann aber doch loszustapfen, um seine Tochter zu bedienen.

Mich verwirrt das Ganze: nur Forderungen, kein Bitte, kein Danke, dafür sehr hohe Ansprüche und Eltern, die für ihre Kinder springen…. Der Traum von einer Jugend? Selber habe ich gegenteilige Erfahrungen machen müssen…. Oder vielleicht dürfen?

Was ist besser, was gut, was richtig oder falsch? Ich weiß es nicht, habe aber die leise Befürchtung, dass solche „Erziehung“ auch nicht das Wahre ist. Die Zukunft wird diese Frage beantworten.

Selber muss ich erkennen, dass bei mir, mit meinen über 60 Jahren vielseitigster Lebenserfahrung, nicht Wissen und Weisheit des Alters eingezogen sind, sondern auch hin und wieder Ratlosigkeit…

Übrigens: das ist kein Märchen, sondern so geschehen am Samstag, den 8. August 2015 gegen 13.00 Uhr am Carlsplatz in Düsseldorf.



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