Lieber Horst, viele gute Diskussionen haben wir geführt, manche Stunde haben wir gemeinsam bei einem Glas Wein oder einem guten Stück Kuchen über alles, aber vor Allem über den Heimatverein und die Schützen gesprochen.

Es waren wunderschöne Stunden mit dir und deiner Rosi, die uns fehlen werden.

Heimatverein und Schützen wären Dir wichtig. Wobei ich glaube, dass dir die Schützen besonders am Herzen lagen.

Als ich dich vor vielen Jahren ansprach, doch wieder dem Heimatverein näher zu treten und für den Vorstand zu kandidieren, war das mit einem Gegenwunsch verbunden. Wenn ich passives Mitglied der Schützengesellschaft 1. Garde Schützen würde, wärst auch du bereit, wieder für den Vorstand des Heimatvereins zu kandidieren. Ein Handschlag zwischen uns und ein Glas Bier besiegelten diesen Wunsch.

So wurdest du am 28.03.1994 als Protokollführer wieder in den Vorstand gewählt, dem du zeitweise im Jahre 1951, Gründungsjahr des Heimatvereins, als Geschäftsführer schon einmal angehört hattest und ich wurde passives Mitglied der 1. Garde Schützen.

Nachdem du zehn Jahre in diesem Amt tätig warst, zur Zufriedenheit aller Vorstandsmitglieder, wurdest du 2004 zum Archivar des Heimatvereins gewählt. Ein Amt, dass du mit einer Akribie geführt hast, die mich ich als Präsident manchmal verzweifeln ließ. Aber ich wusste, das Amt ist in guten Händen, übrigens wie bei deinem Vorgänger Klaus Michaelis auch. Wenn ich zu den bekannten Terminen im Archiv aufkreuzte, wer saß im „grünen Salon“ – mein Freund Horst. 

Ein großes Thema war für dich das Bild Archiv, dem du vielen Stunden gewidmet hast. Natürlich konnten die Besucher des Archivs, auch ich, dich mit Fragen zu der Geschichte von Bilk, zu der Geschichte des Archivs befragen, mit deiner sprichwörtlichen Ruhe und Ausgeglichenheit gabst du dein Wissen über alle Themen und Fragen weiter. Vieles, was du dir im Archiv vorgenommen hattest, konntest du, gesundheitlich bedingt, nicht mehr durchführen. Aber ich bin froh und glücklich, dass du den Umbau und die Neugestaltung des Archivs miterleben durftest. Dein Rat und deine Kompetenz waren in allen Fragen für uns sehr wichtig. Du fandest immer das ausgleichende Wort und die passenden Erklärungen, wenn es unruhig wurde.

Das wird uns fehlen, dem Vorstand, dem Archivteam und vielen Freunden.

Aber vor allem wirst du mir und meiner Frau fehlen.

Wie habe ich immer zu dir gesagt: Machs gut, alter Barbe!

Erich Pliszka

Ehrenpräsident